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Interview mit Matthias Kauke

Interview mit Matthias Kauke

Name: Matthias Kauke
Alter: 34
wohnhaft: 59821 Arnsberg
Beruf: Außendienstmitarbeiter
Verein: TuS Vosswinkel
ehemalige Vereine: SC Neheim, SuS Langscheid/Enkhausen, BSV Menden
größten Erfolge: Aufstieg in die Verbandsliga (SuS Langscheid/Enkhausen e.V.)
Lieblingsverein: Borussia Dortmund
Lieblingsspieler: –

Torjäger Matthias Kauke (TuS Vosswinkel): So langsam schließt sich der Kreis –
Karriereende für Sommer vorgesehen

Matthias Kauke (TuS Vosswinkel) hat den Fußball in der Region über inzwischen mehr als
15 Seniorenjahre entscheidend mitgeprägt. Wo er war, fielen Tore der Marke Kauke. Jetzt
biegt der Torjäger so langsam auf die Zielgerade seiner aktiven Laufbahn, hat sich
inzwischen seinem Heimatverein TuS Vosswinkel angeschlossen und schaut auch noch mal
beim Champion Masters vorbei.

Redaktion Champion Masters: Matthias Kauke und Champion Masters, das passt
irgendwie zusammen. Sei es als Spieler und Pokalsieger mit dem SuS
Langscheid/Enkhausen, als sportlicher Leiter der Sorpedörfler oder jetzt als Spieler mit dem
TuS Vosswinkel. Mit 34 Jahren wieder bei seinem Heimatverein, das dürfte den Torjäger
vergangener Jahre noch einmal ganz besonders motivieren?!?
Matthias Kauke: Das ist für mich eine Herzensangelegenheit. Beim TuS Voßwinkel hat alles
angefangen und da wird meine „Karriere“ als Spieler auch enden. Ich versuche den jungen
Spielern beim TuS so viel wie möglich von meiner Erfahrung mitzugeben und darüber
hinaus bin ich sportlich natürlich noch so ehrgeizig um im Aufstiegsjahr/Jubiläumsjahr
meinem Heimatverein bestmöglich zu helfen.

R.C.: In der Halle dürfte auch für den TuS der Spaß im Vordergrund stehen und für Matthias
Kauke die Gewissheit, dass die Wege bei weitem nicht so lang sind, wie im Freien?
M.K.: Der Spaß sollte in jedem Fall im Vordergrund stehen. In der Halle und vor allem beim
Champion Masters mitzuspielen ist immer etwas Besonderes, die Atmosphäre, die vielen
Tore es geht immer rasant hin und her. Das macht es für die Zuschauer spannend und für
uns Spieler ist es ein enormer Spaß. Obwohl es ein kleiner Platz ist macht es das Ganze
nicht leichter, die Intensität ist in der der Halle in den neun Minuten viel höher als auf dem
Platz. Ich weiß nicht, ob das vergleichbar ist mit dem Spiel auf dem Feld?!

R.C.: Als die Anfrage vom TuS Vosswinkel kam, musstest du lang überlegen oder war es
eine Bauchentscheidung?
M.K.: Ich musste nicht lange überlegen, da mein Bruder im Vorstand meines Heimatvereins
ist und ich immer gesagt habe, das ich irgendwann noch einmal das Grün-Weiße Trikot
tragen werde. Im Sommer war es dann soweit. Der Verein hat sein 100jähriges Bestehen
gefeiert und ist zudem in die Bundesliga des Sauerlandes völlig zu Recht aufgestiegen.
Einen besseren Zeitpunkt zum „TuS“ zu gehen, gab es fast gar nicht.

R.C.: Als Aufsteiger in der "Bundesliga des Sauerlandes" hat es der TuS nicht leicht,
dennoch, zuletzt hatte es den Anschein, als sei die Mannschaft in der Bezirksliga
angekommen.
M.K.: Es war alles andere als leicht, wir sind nach dem Auftaktsieg gegen
Langscheid/Enkhausen schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Wir
haben in mehreren Partien richtig Lehrgeld gezahlt und wir als Team mussten erstmal
lernen, was es heißt, Bezirksliga zu spielen. Darüber hinaus haben wir in den ersten
Monaten großes Verletzungspech gehabt, aber wir sind enger zusammengerückt, wie man
so schön sagt, und haben den Spaß im Team bzw. am Fußball nie verloren.

R.C.: Mit 34 Jahren, mit der Erfahrung viele Jahre überkreislich gespielt zu haben und selbst
das Amt des sportlichen Leiters schon inne gehabt zu haben, dürfte dir beim TuS eine
besondere Rolle zuteilwerden. Siehst du dich auch so ein bisschen als Bindeglied zwischen
Trainer und Mannschaft?
M.K.: Ich versuche in erster Linie Spieler bzw. Teil der Mannschaft zu sein und jungen
Spielern und vielleicht etwas den erfahrenen Spieler auf und neben dem Platz zu helfen. Ich
kenne die Bezirksliga sehr gut und klar tausche ich mich auch mit dem Trainerteam aus. Ich
kenne beide Seiten ganz gut, die des Trainers und noch besser die Sicht eines Spielers,
daher kann ich mich gut in die jeweilige Lage versetzen. Falls ein Spieler auf Grund von
Nichtberücksichtigung in der Startelf oder ein Trainer, weil es nicht rund läuft sauer ist,
versuche ich natürlich im Rahmen zu helfen bzw. Lösungen zu finden. Wir sind ein Team
und werden alles dafür tun, nicht auf einem Abstiegsplatz Ende Mai zu stehen.

R.C.: Apropos Trainer. Meistertrainer Marco Greve macht offensichtlich einen exzellenten
Job. Was zeichnet ihn aus?
M.K.: Marco ist A-Lizenzinhaber und taktisch ein sehr guter Trainer. Er versteht es, der
Mannschaft seine taktischen Ideen auf eine angenehme Art und Weise beizubringen. Die
Spieler folgen ihm auf dem Platz und wir versuchen seine Vorgaben zu erfüllen. Darüber
hinaus ist er ein sehr akribisch arbeitender Mensch, der seine Gegner kennt und die eigene
Mannschaft im Training auf das Bevorstehende einstellt. In Vosswinkel können wir froh sein
Marco + Trainerteam (Ulli/Dominik) zu haben.

R.C.: Du hast im Verlauf deiner Karriere schon viele Trainer kennenlernen dürfen, welcher ist
dir nachhaltig in Erinnerung geblieben?
M.K.: Puh, das ist eine schwere Frage. Da ich einige Trainer hatte, da gab es viele
Momente, die einem in Erinnerung geblieben sind. Die einen positiv und die anderen eher
negativ. Jeder von den Trainern hatte seine Spielidee bzw. Art, eine Mannschaft zu führen,
die eine war etwas besser die ein oder andere vielleicht ein Hauch schlechter. Aber ich
möchte hier nicht über gut oder schlecht urteilen. Ich hatte viele tolle erfolgreiche Jahre im
Fußball und durfte eine Menge tolle Charaktere kennenlernen. Darüber bin ich sehr
glücklich.

R.C.: Wie wahrscheinlich ist es deiner Meinung nach, dass sie im Dorf der "schlauen
Füchse" am Ende alle über den Klassenerhalt jubeln können, weil sie gemeinsam vieles
richtig gemacht haben?
M.K.: Der TuS Voßwinkel ist ein sehr gut geführter Verein im Sauerland, der für seine
Spieler, Trainer, Betreuer, Mitglieder alles möglich macht, was in Ihrer Macht steht. Es wäre
zu schade, wenn dieser Verein wieder in die Kreisliga A zurück müsste. Ich glaube aber
auch nicht daran. Die Mannschaft hat das Potential, die Liga zu halten und der Verein ist für
die Zukunft gut aufgestellt. Wir werden alles reinhauen, was wir haben und dann bin ich
davon überzeugt dass der TuS Voßwinkel auch im nächsten Jahr in der Bundesliga des
Sauerlandes spielen wird.

R.C.: Wie lange werden wir den Fußballer Matthias Kauke noch erleben dürfen und bleibt er
nach seiner aktiven Laufbahn dem heimischen Fußball weiter erhalten. Vielleicht als
sportlicher Leiter beim TuS?
M.K.: Der TuS hat eine gute sportliche Leitung, der Posten ist also nicht neu zu besetzen.
Daher fällt das schon mal weg. Den Spieler Matthias Kauke wird es noch bis Sommer 2020
geben, was danach kommt steht noch nicht genau fest. Aktuell gehen die Überlegungen
dahin, die B-Lizenz als Trainer zu machen, um mich einfach weiter fortzubilden und auf dem
Laufenden zu bleiben.

R.C.: Wer in der Familie war es eigentlich, der dir den "Torriecher" mit in die Wiege gelegt
hat?
M.K.: Ja, wenn ich das wüsste?? Mein älterer Bruder kann es definitiv nicht gewesen sein.

Matthias Kauke

Matthias Kauke: „Ich bin davon überzeugt, dass der TuS Vosswinkel auch in der nächsten
Saison in der Bundesliga des Sauerlandes spielen wird“

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